Boa constrictor occidentalis gehört wohl neben den Boa c. constrictor aus
Peru zu den größten Abgottschlangen. Weibchen können durchaus die drei
Meter Marke knacken, bleiben aber meist drunter. Diese Boas kommen in
Paraguay und Argentinien vor. Sie ist damit die südlichste Boa, was auch
ihre schwarze Grundfärbung erklärt. Ähnlich wie bei den Imperatoren aus
Sonora (die ja bekanntlich die Boas mit dem nördlichsten
Verbreitungsgebiet sind) wird es im Süden relativ kalt im Winter. Die
dunkle Färbung ermöglicht es den Tieren schneller Wärme aufzunehmen.
Neben Boa c. longicauda machen die "Occidentalis" wohl die extremste
Umfärbung in der Boa Familie mit. Sind sie als Jungtiere noch grau mit
rosa Bereichen, wird die Grundfarbe im Alter schwarz und die ehemals
rosa Stellen weiß. Das macht später den wunderschönen Kontrast aus,
weshalb diese Boas für mich zu den schönsten zählen. Boa c. occidentalis
ist die einzige Boa die im Washingtoner Artenschutzübereinkommen (Cites)
im Anhang I geführt wird, da sie unmittelbar vom Aussterben bedroht ist.
Das bedeutet, wenn man diese Boas nachzieht, muss jedes einzelne Baby
gechipt werden, oder per Fotodokumentation eindeutig zu identifizieren
sein. Das hat dazu geführt, dass eine Boa die früher noch häufig in den
Terrarien anzutreffen war, heute fast von der Bildfläche verschwunden ist,
da es den meisten Züchtern zuviel Aufwand ist die Tiere nach den Fotos
einzeln zu halten. Dies ist nötig, um die Tiere nachher mit den passenden
Unterlagen abzugeben, da es sonst sehr schwierig würde von sagen wir
mal zwanzig Tieren das eine rauszusuchen. Hier hat der Anhang I leider
das Gegenteil erreicht. Mich hat es nicht davon abgehalten diese
wunderschönen Boas zu pflegen und auch hoffentlich nachzuziehen.
Boa constrictor occidentalis 0.1 Kopfstudie
Boa c. occidentalis 1.0
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